Sozialsystem
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Zuletzt aktualisiert: 2026-05-09

Mutterschutz und Elternzeit in Kanada

Mutterschutz und Elternzeit werden in Kanada über die Sonderleistungen der Employment Insurance (EI special benefits) abgewickelt. Anders als in Korea zahlt nicht der Arbeitgeber direkt, sondern die bundesweite EI (für Wohnsitzpersonen in Québec greift stattdessen das QPIP). Der Kündigungs- und Rückkehrschutz (job-protected leave) ist eine arbeitsrechtliche Garantie: Beschäftigte bei bundesgesetzlich regulierten Unternehmen sind über den Canada Labour Code abgesichert, alle übrigen über den Employment Standards Act der jeweiligen Wohnprovinz. Die Provinzen haben ihre Regelungen so abgestimmt, dass sich die geschützte Auszeit mit der EI-Bezugsdauer deckt.

EI Maternity & Parental Benefits (außerhalb Québecs)

QPIP (für Wohnsitz in Québec)

In Québec ersetzt das QPIP (Régime québécois d'assurance parentale) den EI-Bereich Mutterschutz und Elternzeit.

Arbeitsrechtlicher Kündigungsschutz (job-protected leave)

Unabhängig von der EI-Bezugsdauer bestehen gesetzlich geschützte unbezahlte oder bezahlte Auszeiten:

Antragsablauf

  1. Etwa 4 bis 6 Wochen vor der Geburt erfolgt die schriftliche Mitteilung an den Arbeitgeber (Fristen je Provinz).
  2. Nach der Geburt übermittelt der Arbeitgeber den Record of Employment (ROE) an das EI-System.
  3. Der Antrag auf EI Maternity/Parental erfolgt durch die Antragstellerin oder den Antragsteller über das My Service Canada Account; dabei wird Standard oder Extended gewählt.
  4. Alle zwei Wochen werden Zwischenverdienste und Rückkehr per bi-weekly report gemeldet.

Worauf koreanische Wohnhafte achten sollten

Offizielle Hinweise: Canada.ca: EI maternity and parental benefits, QPIP, Arbeitsstandard-Seite der jeweiligen Provinz